Rollenspiel: "In Nomine Satanis"

In Nomine Satanis

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(Lucifer:)
Out of the abyss I come the avenger
shapeless and faceless-
yet I have a name,
I shall tighten my grip on your now
flawed creation,
endeavour to show you the meaning
of pain

Link zu Sabbat

Ein Dämon greift an...

Speziell für Anfänger: Was ist ein Rollenspiel?

Das Rollenspiel ist eine verhältnismäßig junge Form der Literatur, deren Inhalt das quantifizierte, interaktive Erzählen von Geschichten ist. Die von den Mitspielern geführten Charaktere sind dabei die Helden der Abenteuer. Im Gegensatz zum Schauspiel, wo die Akteure nur darstellen, können Rollenspieler den Verlauf der Geschichte tatsächlich aktiv beeinflussen. Fähigkeiten und Ereignisse werden dabei mit Wahrscheinlichkeitswerten versehen, gegen die gewürfelt werden kann, um so vergleichbare Ergebnisse in unterschiedlichen Situationen zu erhalten. Die Mitspieler laufen also nicht tatsächlich herum und erleben die im Spiel vorkommenden Geschehnisse, sondern sie erzählen sie nur!
Alles, was passiert, ist Geschichten erzählen!

(Aus dem Spielerhandbuch zu In Nomine Satanis,
Copyright by Croc)

Zugegeben, diese allgemeine Beschreibung eines Rollenspiels ist ziemlich vereinfacht und ein wenig verwirrend. Ich versuche mal eine ausführlichere Erklärung zu liefern, damit sich jeder unter dem Begriff Rollenspiel etwas vorstellen kann.
In der zweiten Ausgabe des ADVANCED DUNGEON & DRAGONS-Rollenspiel Spielerhandbuch steht eine sehr gute Erklärung, die ich hier in Auszügen wiedergeben möchte. Spezielle Begriffe habe ich aber für In Nomine Satanis umgewandelt:
Es gibt unzählige Arten von Spielen: Bilderspiele, Brettspiele, Figurenspiele, Kartenspiele, Legespiele, Wortspiele, usw.. Innerhalb dieser Kategorien gibt, es wie jeder weiß, vielfältige Untergruppen. Unter dieser Menge von Spielen sind Rollenspiele einzigartig und daher schwer zu beschreiben. Vergleiche greifen nicht, da es nichts gibt, womit man sie vergleichen könnte.
Beim Rollenspiel (nicht zu verwechseln mit dem "Live-Rollenspiel", bei dem die Spieler sich wirklich verkleiden und so tun, als ob sie die Charaktere wären) geht es hauptsächlich darum, die eigene Vorstellungskraft einzusetzen. Das heißt, wenn jemand absolut keine Fantasie hat, braucht er gar nicht erst mit dem Rollenspiel anfangen.
Für alle anderen, hier ein kleines Beispiel:

Stellt euch vor, ihr spielt ein einfaches Brettspiel, etwa das Gänsespiel. Ziel ist, vor den anderen Spielern vom unteren Rand des Spielparcours zum oberen Ende zu gelangen. Auf den Weg dorthin gibt es Fallen, die einen auf die Anfangsposition zurückfallen lassen, aber auch Leitern, über die man Felder überspringen und dem Ziel näherkommen kann.
Laßt uns jetzt ein paar Dinge abwandeln: Anstelle eines flachen Spielbretts mit einem Zickzack-Parcours nehmen wir ein riesiges, labyrinthartiges Kellergebäude eines großen Hauses, in einer euch bekannten Stadt; Ihr steht kurz hinter der soeben verschütteten Eingangstür und ihr wißt, irgendwo gibt es einen Hinterausgang. Diesen Ausgang müßt ihr suchen. Statt der Leiter und Fallen bauen wir andere Türen und Gänge (vielleicht sogar Geheimgänge, ihr befindet euch in einem Altbau oder einem Bunker aus dem zweitem Weltkrieg) ein. Ihr würfelt nicht, um zu sehen, wie weit ihr kommt, sondern ihr könnt euch beliebig weit bewegen. Geht den Gang entlang bis zur ersten Kreuzung; Ihr könnt geradeaus weitergehen, links oder rechts abbiegen, oder auch den Weg zurückgehen, den ihr gekommen seid. Wenn ihr schon hier seid, könnt ihr auch nach einer Geheimtür Ausschau halten.