Rollenspiel: "In Nomine Satanis"

In Nomine Satanis

2. Seite

Demons attack with hate
Satan in the fires of hell awaits
Death against you all
God hear my death call

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BLOW JOB

ein Roman in der Welt von

In Nomine Satanis

1. Kapitel

Dämonen, erwachet

Gewalt ist die letzte Zuflucht der Inkompetenz
Malphas, Prinz der Zwietracht

Nezetas

Ihre Sinne kehrten zurück. Langsam, schleichend. Sie konnte im ersten Moment keinen klaren Gedanken fassen und der neue Körper gehorchte ihr nicht. In einem lähmenden, panischen Augenblick wußte sie nicht wo, und vor allem was sie war.
Sie hatten ihr gesagt, das der Übergang in einen menschlichen Körper beim erstenmal nicht einfach ist. `Du wirst einige Minuten verwirrt sein`, sagten sie und lachten. `Wenn du Pech hast, bringt dich die Verwirrung gleich wieder um`. Sie lachten noch lauter.
Nezetas wartete einige Sekunden und konzentrierte sich auf die Umgebung. Der Dämon lag auf dem Bauch und spürte einen nassen, aber weichen, sandigen Boden. Kleine Äste und Steine stachen in die Haut. Viele Geräusche drangen an ihr Ohr. Sie lauschte angestrengt und vernahm zwischen den typischen lauten eines Waldes eine abgehackte, keuchende Stimme und raschelnde Schritte. Jemand ging in der Nähe fluchend auf und ab. Sie hörte wie etwas (ein Spaten?) in den weichen Boden fuhr und Erde irgendwo hin geworfen wurde. Weiter weg hörte sie Verkehrslärm. Viele verschiedene Autos oder LKW´s fuhren schnell vorbei.
Nezetas öffnete einen Spaltbreit ein Auge und sah sich um. Es war dunkel, doch konnte sie den Mond zwischen den Bäumen hindurch schimmern sehen. Sie sah einige Meter entfernt einen Mann mit dem Rücken zu ihr stehen. Er hatte eine Schaufel in der Hand, mit der er ein Loch aus dem Boden vor sich hob. Er grub schnell und sprach dabei mit sich selbst:
"Ich laß mich nicht von dir verarschen, Miststück. So leicht kommst du mir nicht davon."
Der Mann fluchte und keuchte weiter, doch Nezetas hörte nicht mehr hin. Sie mußte weg von hier und zwar ganz schnell. Sie riskierte einen kurzen Blick nach links und rechts und bemerkte ein Auto, welches in der Nähe stand. "Gut", dachte sie.
Sie versuchte leise aufzustehen, doch ihre Muskeln waren noch kalt und tot. Sie ließ einige Minuten verstreichen und sammelte ihre übermenschliche Kraft. Ihre Sinne tobten. Sie war wütend über diesen schwachen Körper und Adrenalin ließ heißes Blut durch die Venen schießen. Vorsichtig stemmte sie sich auf die Knie, beobachtete dabei den Mann, der wie verrückt ein großes Loch im Boden ausbuddelte. Erst jetzt bemerkte sie, das sie vollkommen nackt war, doch das störte sie nicht im geringsten. Sie registrierte kurz einen schlanken, weiblichen Körper und griff nach einem Ast, der neben ihr lag. Leise stand sie auf, schickte ein kleines Stoßgebet an Satan und war mit wenigen Schritten bei ihm.
Der Mann erstarrte plötzlich und drehte sich überrascht um. Sie holte schnell aus, doch der Typ riß geistesgegenwärtig die Schaufel hoch. Ihr Ast krachte mit voller Wucht vor den Stiel. Durch ihren eigenen Schwung prallte sie gegen ihn, er schrie geschockt auf und machte einen Satz nach hinten. Sein Fuß trat ins Leere und er stolperte in das Loch. Nezetas sprang hinterher und versetzte ihm einen halbherzigen Schlag gegen den Kopf. Der Mann sackte ein wenig zusammen und fing an zu stottern:
"Halt...halt. So warte doch. Wir können über alles reden."
Nezetas versuchte ihm den Schädel einzuschlagen, doch konnte sie sich in dem Loch nicht richtig bewegen. Sie mußte schnell handeln und daher schaute sie ihren Gegner freundlich an. Sie ließ den Ast sinken und sagte mit beruhigender Stimme:

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